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  • Andy B.

Berge, Wüste und Spital

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Wir besuchten unsere Freunde Brigitte und Trevor bereits 6 Mal in Lemitar/New Mexico. Doch dieses Mal sind die Vorzeichen leicht anders. Sie haben uns annonciert, dass ihre Farm zum Verkauf steht. Mittlerweile sind sie ebenfalls pensioniert und eine Farm zu besitzen bedeutet halt viel Arbeit. Bereits seit Juni ist die Liegenschaft auf dem Immobilienmarkt. Bis Ende Oktober haben drei potentielle Interessenten das Haus und Umschwung angeschaut, jedoch nicht gekauft. Brigitte und Trevor meinten, dass der Verkauf sich noch weit ins kommende Jahr hinziehen wird.

Nun, für uns ist das vorderhand nicht sehr entscheidend - wir geniessen alle zusammen zuallererst mal unsere Freundschaft und verwöhnen Hund Lucy mit Streicheleinheiten.



Da das Wetter uns nach wie vor gut gesinnt ist, unternehmen wir gemeinsam einige Wanderungen in der näheren und weiteren Umgebung.

Bei einer Wanderung entdeckten wir Spuren von einem Puma inklusive seinem Lagerplatz. Wahrscheinlich beäugt uns die Katze von einem Versteck aus. Wir sehen sie aber nicht.

Bei einer anderen Wanderung entdecken wir Wildbienen mit grossen freihängenden Waben, Slot Canyons in der Nähe von Lemitar und vielfarbige Felsen bei einer weiteren Tour.

Besuch einer archeologischen Stätte (Trevor ist Archeologe)



Eine gut 2-stündige Zugfahrt führte uns von Belen nach Santa Fé. Die Besichtigung der Künstler-Stadt und ein feines Mittagessen im ältesten Hotel am Platz, rundeten diesen Besuch ab. Der letzte Zug fuhr Fahrplanmässig um 15:00 Uhr in Santa Fe los und weitere 3 Stunden später waren wir wieder in Lemitar. Bemerkenswert: Die Zugfahrt, online gebucht, für 4 Pensionären und dem Sonntagstarif kostete total gerade mal $7.50.

Hinter diesem unscheinbaren Eingang verbirgt sich eine historische Stätte:




Im Bosque del Apache National Wildlife Refuge etwas südlich von Lemitar/Socorro, beobachteten wir in der Abenddämmerung die Ankunft von hunderten von Kranichen und Gänsen und Enten, die ihren sicheren Schlafplatz aufsuchten. Was für ein Spektakel und Lärm!







Leider standen auch medizinische Untersuchungen auf unserem Programm, um herauszufinden was die mysteriösen, schon länger vorhandenen körperlichen Zuckungen in Monika auslösen. Mit Hilfe und auf Empfehlungen von Brigitte & Trevor, deren Familie, Freunden und Bekannten, suchten wir ein Spital in Albuquerque auf. Recht schnell und unbürokratisch wurde Monika in der Notaufnahme untersucht und nach wenigen Stunden mit der dringlichen Empfehlung weiterführende neurologische Untersuchungen vorzunehmen, wieder entlassen.

Die darauf erfolgte Terminanfrage in der Neurologie ergaben freie Termine erst im August 2023. Unser Freund Trevor intervenierte heftig bei der Leitung und in der Tat, 3 Tage später konnte Monika bei einer Neurologin vorstellig werden.

Der Befund war wenig ermutigend und für die Ursache der Zuckungen müssen viele weitere diagnostische Abklärungen vorgenommen werden. Und genau diese weiterführenden Untersuchungen haben uns, nicht zuletzt aus Kosten- und Sprachgründen bewogen, schnellstmöglich in die Schweiz zurückzukehren.

Nun galt es diese Rückkehr zu organisieren: Flug Buchung und Unterbringung von Nelson standen im Vordergrund.

Weil wir nicht wissen, wie lange wir in der Schweiz sein werden, wurde es von Andy als notwendig erachtet, für Nelson einen guten Stellplatz zu finden. Die Bedingungen bei unseren Freunden sind für ein längeres Abstellen unseres Fahrzeuges, draussen während des Winters, nicht gerade ideal. Zudem ist die Liegenschaft ja, wie oben erwähnt, zum Verkauf ausgeschrieben. Auf Donnerstag ist ein weiterer Kaufinteressent angemeldet, um die Farm zu besichtigen. Deshalb entschieden wir uns, nicht zuletzt wegen den klimatischen Bedingungen (grosse Airlines parkieren ja auch nicht ohne Grund ihre überzähligen Flieger in der Nähe von Tucson/AZ), in die trockene Wüste von Arizona, nach Phoenix zu fahren. Dort gibt es zudem RV-Storages und tatsächlich haben wir mit herumtelefonieren einen Platz gefunden.


Ab dieser 2 Tagesetappen von Lemitar entfernten Stadt, bietet sich auch eine gute Möglichkeit mit nur 1x Umsteigen in die Schweiz zu fliegen.

Gesagt getan: Nach 10 Tagen Gastfreundschaft bei Brigitte und Trevor verabschiedeten wir uns an einem Dienstag und fuhren von Lemitar weg.


Am Donnerstagabend sind wir in Phoenix angekommen. Wir rufen unsere Freunde an, um ihnen mitzuteilen, dass wir wohlbehalten angekommen sind und erkundigen uns nach dem Verkauf. Oh welche Überraschung: Sie haben die Farm dem angemeldeten Interessenten verkauft - mitsamt allen Möbeln im Haus, die er noch extra bezahlt! Was sind wir froh, stand Nelson nicht auf dem Vorplatz, sonst wäre dieser auch noch vom Käufer vereinnahmt worden.

Unterwegs nach Phoenix haben wir selbstverständlich an interessanten Orten angehalten, wie zB beim VLA - https://www.redrockspirit.com/home/newmexico/vla1.htm oder in Pie Town auf einem Hügelrücken der den Continental Divide bildet, aber auch am Salt River Canyon.



Wir waren vor 10 Jahren schon mal in Phoenix, aber was wir jetzt sehen ist unglaublich. Die zZ am schnellsten wachsende Stadt in ganz USA, hat sich wie ein Geschwür in die riesige Ebene ausgedehnt. Vom Übernachtungsplatz in Apache Junction nach Chandler zum RV-Storage sind sage und schreibe über 60km auf innerstädtischen Autobahnen zurückzulegen……. Dort angekommen machten wir Nelson für einen „Winterschlaf“ ready und verabschiedeten uns von ihm.


Da wir uns vor dem Abflug einen Tag Reserve eingebaut haben, konnten wir in Phoenix noch den schönen „Desert Botanical Garden“ besuchen.


Rückreise

Via Chicago sind wir nach Zürich gereist, wo wir herzlich von Familienmitgliedern und Freunden begrüsst wurden. Die Wohnung wurde im Vorfeld geheizt, der Kühlschrank gekühlt und mit den ersten Lebensmitteln gefüllt - was für ein wunderschönes Heimkehren! Vielen lieben Dank an Euch.


Wann geht es nun zurück nach Phoenix/AZ? Wir wissen es noch nicht. Doch wir hoffen, dass Nelson mit uns bald wieder „on the road again“ ist und dieser Blog weitergeführt werden kann.





For our English speaking friends:

Summery

We have visited Brigitte and Trevor, our friends in Lemitar/New Mexico, about 6 times already. This time will maybe be the last time in their house.They announced us, that their farm is on the market. They are retired meanwhile and have other plans than to invest so much time in taking care of a farm, although they don’t have animals anymore. So far they haven’t found a buyer, and they fear the sale won’t happen quickly.

Nevertheless, at the moment we enjoy to spend time together, renew our friendship and spoil dog Lucy with tender loving care. The weather is still good and we all go for long walks in the area. During a hike on one of the trails, we see traces of a cougar and its place of sleeping. Maybe the cat observes us from a hide away, but we can’t see it. It’s a strange feeling. On another trail we come across wild bees, flying in and out of hanging combs. We hike through slot canyons and discover colorful rocks.

On an early Sunday morning we take the train from Belen to Santa Fé, where we walk around checking out the art galleries and slender through outside art markets. We have delicious lunch in the oldest hotel before the last train leaves at 3PM back to Belen. 3 hours later we are back in Lemitar. Really noteworthy: The roundtrip, booked online, only costed $7.50 for all of us.

One evening we visited „Bosque del Apache“, a National Wildlife Refuge, which is south of Lemitar/Socorro. We observed the arriving of hundreds of cranes, goose and ducks. They come here for the night, because they are safe from wild animals and find enough food in the surrounding area. It was a beautiful and noisy spectacle.


In New Mexico, Monika wanted to find out, what causes the jerking movements and spasm of her body parts. Brigitte, Trevor, their friends and family members were very helpful in finding the best place to go to. So we drove northwards to Albuquerque and went to the recommended emergency room of one of the hospitals. The first consulting and check ups were free of charge (bill will be sent directly to the health insurance in Switzerland) and began soon after arriving. But to get a follow up appointment with a neurologist, was more difficult (open dates in August) and it happened only, because Trevor called and insisted for the referral. 3 days later, Monika was able to see a neurologist, yet this time she was asked to pay directly.


The result of this check up meant many more diagnostic tests to follow. We decided to return home instead, mostly because of expenses - and second because of nuanced language reasons.

We organized the flight and storage of Nelson within 2 days. Because the farm is on the market and Brigitte and Trevor expected another potential buyer. We didn’t want to leave Nelson on their land. Winter in New Mexico is not very ideal anyway. Arizona has a better climate for vehicles, dry and warm. Phoenix has also a big airport and many RV storages.


We said goodbye to our friends, whom we had spent 10 exiting days with, and drove within 2 days from Lemitar to Phoenix. We stoped in a couple of places such as VLA https://www.redrockspirit.com/home/newmexico/vla1.htm , Pie Town and „Salt River Canyon“.

From Phoenix we called Brigitte & Trevor, inquiring about the outcome of the visit. Good news: The potential buyer is buying the farm and additional also the interior of the house for extra money. We were right not to leave Nelson on their ground. Who knows, the buyer would have wanted to get the truck as well.

The last night in Nelson we spent on a campground in the eastern part of Phoenix. Next morning we drove 60km on HWYs within the city of Phoenix. Building after building, mostly 1 flight high. What a waste of space. It is the fasted growing city in the US at the moment. Growing like an ugly ulcer into the vast surrounding desert. At the RV storage we made Nelson ready for its hibernation and said goodbye.

As we had an extra back-up day, we visited the „Desert Botanical Garden“ in Phoenix. Astonishing, what grows and blooms in a desert.


Via Chicago we flew to Zurich the next day, where we were welcomed by family and friends. Our fridge was filled with food and the apartment heated. Thank you, it was a very warm and special coming home.


We don’t know yet, when we will be able to return to Phoenix. But we hope to be „on the road“ in short time and continue to write about our journey.

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