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  • Andy B.

Westküste Kanada bis Sumas (Grenze CAN/USA)

For the English summery scroll down



Mit der Fähre die Teilstrecke der Inside Passage von Prince Ruppert nach Port Hardy zu fahren, haben wir uns erst in Alaska entschieden - und nicht bereut! https://www.bcferries.com/routes-fares/discover-route-map?routeRegions=CENTRAL_COAST

https://dot.alaska.gov/amhs/route.shtml

Check in am Vorabend - Übernachtung in der Warteschlage am Ferry Terminal


06:00 Uhr Die Verladung hat begonnen


Sofern man wollte, könnte man diesen Wasser–Hwy im Sommer von den Aleuten in Alaska bis nach Bellingham in Washington State mit der Ferry befahren. Ab und zu müsste man allerdings das Schiff wechseln.

Wir sind mit der von Kanada betriebenen Fähre in Prince Rupert, British Colombia, Kanada, abgefahren. Bereits am Vorabend konnten wir einchecken und die Nacht auf dem Parkplatz der Schiffsgesellschaft verbringen. Wir waren nicht die Einzigen mit Camper. Vor 6:00 in der Früh gab es viel Betrieb. Nach und nach fuhren PW’s, Lastwagen und Wohnmobile in den Fährenschlund. Der letzte Zentimeter wird ausgenützt. Pünktlich um 8:00, gleich bevor der lange Güterzug am Quai durchgefahren ist, hat die Fähre abgelegt. Ob das koordiniert war? Die erste Stunde auf dem Schiff war noch nebelig und kalt, doch das Wetter meinte es gut mit uns und die Sonne zeigte sich bald. Wir haben uns warm angezogen, gedachten wir doch, den grössten Teil der 15 Stunden Fahrzeit nach Port Hardy (Vancouver Island) draussen an Deck zu verbringen und unsere reservierten bequemen Sitzplätze nur ab und zu aufzusuchen.


Wie der Name sagt, ist man „Inside“. Zu beiden Seiten des Schiffs sieht man mit einer Ausnahme von wenigen Meilen, immer Land. Das verhindert Wellen, schützt gegen Wind und Sturm vom offenen Meer, dem wilden Pazifik. Die Landschaft besteht aus vielen kleinen und grossen Inseln, welche alle grün bewaldet sind und steil aus dem Meer aufragen, mit Wasserfällen, Fjorden und Buchten in allen Grössen und Fallhöhen. Der Schiffsverkehr ist rege, aber unsere Fähre, weil ein Kursschiff, hatte immer Vorrang. Während der ganzen Fahrt haben wir und viele andere Passagiere laufend Ausschau nach grossen Meeresbewohnern gehalten. Das Fernglas immer nah und meist vor den Augen, sahen wir an diesem Tag mehrere Buckelwale, Orcas, Seeotter, Seelöwen, Puffins und andere Tiere. Besser hätten wir es nicht haben können.


Vancouver Island

Nachts und inzwischen bei Dunkelheit kamen wir in Port Hardy an. Das Ausladen ging schnell. Die Suche nach unserem Übernachtung Platz dauerte dann aber etwas länger als gedacht.


Am nächsten Morgen war die Frage, welche Route wir zuerst unter die Räder nehmen sollen: Nach Nordwesten in den Scotts Provincial Park oder aber mehr südwärts Richtung Campell River wo wir ein Paket mit Ersatzteilen abholen sollen.

Wir entschieden uns für den Park. Nach 60 km übler Forststrasse und wider Erwarten viel Verkehr, kehrten wir ziemlich genervt jedoch in Holberg um und gönnten uns einen angenehmen Nachmittag und Nacht am Fjord in Port Alice.


Uns scheint es wichtig zu erwähnen, dass insbesondere die nördliche Hälfte der Insel sehr stark von der Forstwirtschaft dominiert und entsprechend die Resource Wald ausgebeutet wird. Grosse Flächen werden gerodet, aber nur wenige wieder aufgeforstet. Das Bild, das die Landschaft prägt ist nicht gerade die heile Kanada-Idylle. Auf den Forststrassen muss immer mit rasenden Logging Trucks gerechnet werden.

Den Kanadiern ist es anscheinend in den Wäldern am wohlsten – finden doch fast alle ihrer Outdoor Aktivitäten am und auf dem See/Fluss (Fischen, Kanu fahren) statt, oder sie verbringen Tage im Wald beim Kampieren und/oder Jagen von Wild. Uns aber nimmt zunehmend der Waldkoller in Beschlag. Wir fühlen uns grad etwas eingeschlossen.



Insgesamt haben wir die Insel 5x in West-/Ost-/Westrichtung durchquert, jedes Mal etwas südlicher. Unsere Stationen waren u.A. Gold River (Waldwirtschafts Kapitale), Telegraph Cove (bekannt für Seawildlife Viewing, was wir nicht machten), Campell River (Paket abholen) und Tofino (wurde uns sicherlich ein dutzend Mal empfohlen zu besuchen), doch der kleinere Ort Ucluelet gefiel uns viel besser. Ein weiteres mal nach Osten (Nanaimo) und zurück westwärts via Port Renfrew (Botanical Beach) und dann im Bogen nach Süden, nach Victoria.

Standplatz in Ucluelet

Long Beach zwischen Ucluelet und Tofino im Pacific Rim NP



Victoria/BC

Diese Stadt behauptet von sich englischer zu sein als England. Na ja, in den zwei Tagen unseres Besuches konnten wir das nicht in die Tiefe ausloten.

Wassertaxi und moderne Zugbrücke

Harbor and BC-Parliament by night



Was wir aber bestätigen können ist, dass Butchart Gardens einen Besuch wert ist. Nordöstlich von Victoria in einem ehemaligen Steinbruch gelegen, wurde der Garten schon sehr früh im letzten Jahrhundert von der Frau des damaligen Besitzers bei ihrem Gärtner in Auftrag gegeben. Seit dann, also in über hundert Jahren, hat sich das Gelände zu einem prächtigen Ganzjahresgarten entwickelt und ist ein richtiges Bijou geworden.



Vancouver City

Eine weitere Fähre, mit ebenfalls einer tollen Landschaft rundherum, brachte uns schliesslich nach Vancouver, eine Stadt die schon sehr lange auf unserer Bucket List steht.


Wenn immer wir jemanden sagten, wir gehen nach Vancouver, kommt die Antwort: „Das wird euch gefallen“. Und genau so ist es. Die Stadt am Wasser hat uns sehr gut gefallen. Sie hat so viel zu bieten mit ihrer z.T. gewagten Architektur, den vielen Sehenswürdigkeiten, Museen und den Parks. Zudem gibt es viele Fuss- und Radwege dem Wasser entlang. Auf dem Wasser verkehren kleine Taxi Boote, gleich wie in Victoria, von hier nach da und sie fahren los sobald es Passagiere gibt. Wir hatten 3 Tage zur Verfügung, diese Stadt zu erkundigen. Wir nutzten den öffentlichen Verkehr, hop-on-hop-off, das Fahrrad oder unsere Füsse. Viel Zeit verbrachten wir im Stanley Park, Granville Island und der Bibliothek.


Stanley Park ist der grösste Stadtpark von Vancouver, mit vielen Bäumen, Regenwald, Wiesen und Attraktionen und man kann stundenlang am Wasser entlang rundherum laufen, bzw. Velo fahren. Der Park ist um einiges grösser als der Central Park in New York.


Granville Island ist das Künstlerviertel wo man den Artisten beim Kreieren und Werken zuschauen und auch gleich bestellen kann. Zudem ist es ein angesagter Ort für einen Wochenend Brunch. Auf dem grossen Markt findet man frische Lebensmittel und Spezialitäten, die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Hier ist es lässig zum Abhängen, Geniessen und Beobachten.


Die Stadt Vancouver verblüfft mit gewagter Architektur aus verschiedenen Epochen, was uns begeistert!


Reisende wie wir verbringen viel Zeit in den Bibliotheken, weil die meistens gratis Internetzugang anbieten. In diesem Fall funktionierte es auch und die Bibliothek war sogar am Sonntag geöffnet! Sie erinnert ein wenig an das Colosseum in Rom.



Whistler

Noch so ein Ortsname, der aus irgendeiner kindlichen Vorstellung Erwartungen weckt. Wir fuhren also dorthin. Whistler ist in 3 Ortsteile aufgeteilt und es dauerte etwas, bis wir uns zurechtfanden. Wir wollten wandern. Also gingen wir ins Visitor Center um uns zu erkundigen. Die Dame am Schalter war ziemlich unfreundlich, gar schroff zu uns. Sie war wohl froh, dass das Center nur noch diese Woche offen hat. Dann ist Saisonende, bis die Wintertouristen kommen. Wir fanden heraus, dass nur noch eine Bergbahn für Wanderer in Betrieb ist. Eine Weitere ist für die Mountain Biker reserviert. In Whistler wird streng getrennt zwischen diesen Hobbys und anscheinend ist dies das Erfolgsmodell. Whistler gilt als Eldorado der Biker und der Sommertourismus hat den Wintertourismus, was die Besucheranzahl anbelangt, abgelöst.


Wir fanden die richtige Gondelbahn und holten Tickets für den nächsten Tag. Dann fuhren wir die 14 km zurück zu unserem Nachtplatz. Im ganzen Dorf ist "No Overnight Camping".

Das Wetter war auch am nächsten Tag fantastisch und wir hatten eine wunderbare Sicht in die Ferne.


Die 5 stündige Wanderung war anstrengend dabei aber sehr schön. Weil sich die Wanderer aber auf diesen einen Berg konzentrieren, gab es naturgemäss viele Menschen auf der Strecke. Wir hätten gerne mehr Wildtiere gesehen, aber wir sahen „nur“ Murmeltiere.



Von Whistler nach Sumas USA

Die Fahrt durch den Fraser Canyon haben wir als ausserordentlich schöne Fahrt in Erinnerung. Der Canyon ist wild und oberhalb des tief eingeschnittenen Flusses versuchen die Menschen alles aus dem Boden heraus zu holen. Diese Gegend gilt als die Heisseste in ganz Kanada. Es gibt sogar Kakteen, sagte uns ein Einheimischer. Wo bewässert wird ist es grün, an anderen Ort zu dieser Jahreszeit gelb. Es hat schon länger nicht mehr geregnet. Die Feuergefahr ist demzufolge als sehr hoch eingestuft. 2 Jahre bevor wir hier waren, brannte die ganze First Nation Ortschaft Lytton bis auf die Grundmauern nieder. Sie wird zwar wieder aufgebaut, aber Wunden werden sicherlich bleiben. Die Warnschilder am Strassenrand, die Fenster geschlossen zu halten, sind immer noch vorhanden.


Der nächste grössere Ort wo wir landen heisst Hope. Aber Hoffnung gibt es nicht viel für diese Ortschaft. Sie profitiert ein wenig davon, dass sich etwas ausserhalb des Dorfes der grosse Highway teilt: Einerseits Richtung der Nationalparks Banff/Jasper, sowie Richtung Calgary und andererseits Richtung Vancouver und US–Grenze.

Dahin, also zur US-Grenze, wollen wir am nächsten Tag. In Sumas wollen wir die Grenze überqueren. Es ist ein unbedeutender und somit kleiner Grenzübergang. Aber just an dem Tag war das Verkehrsaufkommen aus unerfindlichen Gründen unglaublich hoch. Es gab Stau und wir warteten 2,5 Stunden bis wir nur den "Schlagbaum" sahen. Die Einreise selber war dann jedoch äusserst einfach. Der Beamte hatte deutsche Vorfahren und er probierte die Sprache bei uns aus. Zudem fand er Nelson ein unheimlich cooles Fahrzeug. Trotzdem, seinen Job mit den obligaten Fragen (Waffen, Drogen, Alkohol und Lebensmitteln) hat er hoch professionell gemacht.

Nur noch 1 Stunde..................

Noch weitere 30 Minuten.....

Next!!!






For our English speaking friends:

Summery



Inside Passage

If you want to, you can take a ship and go from the Aleutian Islands in Alaska to Bellingham in Washington State. This is part of the Alaskan Marine Highway System. Every now and then you have to change ships. We took the ferry from Prince Rupert in British Columbia to Port Hardy on Vancouver Islands. This ferry is running under Canadian flag. We spent the night on the parking lot of the ferry port, for that we were ready to board on time early the next morning. Many travelers did the same. Very much on time, we left the harbor at 8 AM.

The fog cleared up soon after we took off and the sun accompanied us until the sunset. We had bundled up for that we could stay outside on the decks. The ride would last 15 hours and we planed to use our reserved seats only after sunset.

Almost the whole trip is „inside“, away from the open sea. Therefore the trip is named "inside passage". On the right and on the left side, one sees land, covered with green forest, very high and rising out of the water. There are fjords and bays but hardly any inhabitants. But on the water it is lively; many boats cross us. We kept looking for ocean wildlife the whole day and were indeed fortunate to see Humpback Whales, Orcas, Sea Otter, Sea Lions, Puffins and many other animals.

Late at night we arrived in Port Hardy. Unloading went fast. But it took a while until we got to the place, which we have chosen to stay for the night.


Vancouver Island

We crossed Vancouver Island about 5 times form east to west and vice versa and every time we got further south. It never rained!

We skipped the Provincial Park "Cape Scott", although we were already on the way to the park in the north. But there was so much traffic on the forest road and the trees stood too dense. We wanted to get out of it, before we flew into a rage. Of course, on Vancouver Island, one cannot get out of the woods. Forestry is a very important economic sector. Very sad though, the sector is missing out to reforest enough. The wounds of deforestation are visible. And because so many people earn their money depending on the forest industry, there is very little protest.

We found some nice spots in Port Alice, Telegraph Cove, Gold River, Muchalat Lake, Campell River (a bigger town, where we picked up an ordered parcel containing a replacing part for Nelson). We drove to the highly recommended town of Tofino on the west coast, but liked it's counterpart village of Ucluelet much better. The parking spot at the harbour, where we met Bernd and Ulrike again, was great. We watched Harbour Seals and Sea Otters and heard the rutting call of the Sea Lion all night long. Back to the east coast to Nanaimo and then to Lake Cowichan and Port Renfrew, where we visited the Botanical Beach. This beach was recommended by the young Canadian in Whitehorse, who sold his bike to Andy. It's First Nation land and free camping is not allowed. We payed for a beautiful spot, to stay over night at the beach. But the campground installation were horrible. The shower was flooded and out of order and the out houses filthy. The young lady at the reception was licking her ice cream sitting at the counter and talking to a friend, while filling in my personalities on a piece of paper. Very unpolite. In a moment like that, my Swiss mentality says, leave! you don't want to be treated in such a way, but knowing, that there is no other possibility to park for the night, the travellers mentality takes over. You'd better ignore the behaviour!

The coast and beaches are beautiful the weather was perfect and on a clear day, one can make out the American coastline from the southern part of the island. We saw so many whales which we observed with the binoculars. It was fantastic and hard to leave behind.

The city of Victoria was next. We parked in the middle of the city on a parking field and somehow managed not to be bothered. From there we walked to down town and did a lot of sightseeing. Victoria is said to be very British, which is true from what we saw. We enjoyed the warm evenings and spent time beeing outside.

After Victoria we visited the "Butchart Gardens". After the green of the forest, all the colourful flowers came as a gift to us. It was very refreshing. Then it was time to say goodbye to Vancouver Islands. We took the ferry from Swartz Bay to get to Vancouver City.


Mainland

Everyone recommends to visit Vancouver City. And it is true, it’s really worth a stay. We took a „hop on hop off“ bus at first and afterwards we knew the places we should go back to and explore more thoroughly. To mention are Stanley Park, Granville Island and the library. Stanley Park is bigger than Central Park in New York. For many miles one can walk or bike along the shoreline, head up and down the hills or rest in green parks. Granville Island offers restaurants, markets and galleries. It’s very lively and an inspiring place for artists. A fun thing to do, is taking water taxis. It’s a fast way to move across the many waters. Travelers like us always look for libraries, to connect to free WIFI. The one in Vancouver City is also architectural very interesting. It resembles the Colosseum in Rome in a way.


We went to Whistler, because we were curious, if it looks the way we imagined it would (not at all) and we also planed to go hiking. There are 3 village sections and it took a while until we understood the lay out. The high season was over, but there were still many tourists, mainly mountain bikers and hikers. For each group they kept one mountain cableway still open. The rest was closed for the season. Hikers and bikers are strictly separated from each other and this is a success. Meanwhile Whistler is a mountain bike paradise. People from all over the world come visiting. Summer tourism has overtaken winter tourism. We enjoyed our 5 hours hike. The weather and visibility were fantastic. The ony wildlife we saw were marmots. Yet they loved posing in front of the camera.


The road from Whistler towards the US border led us through Fraser Canyon. We liked the landscape and we were told, that this the hottest area in Canada. Cactuses are growing. 2 years before our visit, a First Nation village burned completely down. Because it was so dry and hot, the wild fires were not controllable anymore. Along the road the signs to keep the windows closed, haven't been removed yet.

The town Hope on the Fraser River was the last destiation before the border crossing. The village has seen better days, most of the tourists just drive through. It's an important traffic junction. We stayed one night and explored the down town aera.

We crossed the Canadian/US border in Sumas, knowing this is not a main border crossing. We were not expecting a 2,5 hours waiting time. It must have been an unusual delay that day. The passing itself happened without any problems. „Our“ officer even talked German with us and was very proud of it. Nevertheless, he did his job by asking all the inevitable questions.







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