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  • Andy B.

Newfoundland/Labrador

Seit dem letzten Blogeintrag sind schon wieder 4 Wochen vergangen, Zeit diese Periode zusammenzufassen.


Tiere

Wir bezeichnen uns als sehr Tierliebend und freuen uns über all die auf 4 Beinen laufenden, Flügelschwingenden, Flossentragenden oder kriechenden Kreaturen.

In einem fremden Land ergeben sich unweigerlich neue Entdeckungen und darauf folgende Äusserungen des Entzückens. Meistens flüsternd, damit die scheuen Tiere nicht aus unserem Blickfeld entschwinden. Oft müssen wir uns entscheiden, wollen wir das Tier nun fotografieren oder einfach nur den Anblick geniessen. Aber irgend einen Beweis „muss“ man ja haben, oder? Es ist so, dass ich das Reisephone auf mir habe, mit dem ich die Fotos für den täglichen „Status“ auf WhatsApp schiesse. Die Auflösung dieser Kamera ist nicht so super. Andy hat die gute Kamera, mit dem fantastischen Zoom, tagtäglich an seinem Gürtel festgemacht. Wer mich kennt, weiss, dass meine Hände nicht ruhig halten können und deswegen hat die Verteilung der Kameras schon seine Richtigkeit. Andy gelingen immer wieder fantastische Aufnahmen, wie z.B. der Bald Eagle der schon im vorherigen Blog verewigt ist. Mittlerweile haben wir schon viele Bald Eagles gesehen. Was wirklich noch fehlt ist definitiv ein „Moose“. Immer wieder werden wir davor gewarnt, wir sollen aufpassen auf der Strasse oder beim Hiken. Es scheint wir sind nicht zur richtigen Zeit unterwegs. Mittlerweile antworten wir darauf, dass das eine „Urban Legend“ sei, weil wir noch Keines gesichtet, bzw. gefilmt haben. Gelächter und schon ist man mitten im Gespräch mit den sehr offenen und redseligen Bewohnern hier.


Meistens entdecken wir Tiere wenn wir wandern. Die Trails sind schmal und neben einander Laufen geht nicht. Also unterhalten Andy und ich uns nicht gross dabei. Einer unserer Hikes führte uns im La Manche Park (Avalon Peninsula, südlich St. John’s) durch den Wald ans Meer und wie angekündet standen wir vor einer Hängebrücke, die über eine Bay führte. Das Gewackel und die Höhe über dem Abgrund mag Monika gar nicht und am Liebsten wäre sie dort umgekehrt. Andy kümmerte das wenig und er ging weiter. In der Mitte der Brücke, stand er still und zückte die Kamera. Was er wohl da festhält? Der „Gwunder“ war zu gross. Ja, und dann sah ich die beiden Seehunde auf dem Felsen, unterhalb des Wasserfalls, der ins Meer stürzte, liegen. Vorne das Weibchen das uns neugierig beäugte und hinten der Bulle, der sich um nichts zu kümmern schien. Ein Pascha eben. Ich war froh, dass ich mein Unbehagen überwinden konnte und auf die Brücke raus bin. Unvergessliche Bilder im Kopf, und eben nicht nur digital festgehalten.



Animals

We love animals and enjoy all the on 4 leg walking, the wings swinging, flukes wearing or crawling creatures. In a foreign country one discovers with no doubt new ones and this is mostly followed by a remark of delight. Whispered of course, as not to frighten them away. Often we have to decide, if we photograph the animal or just enjoy observing it. Yet, one needs some proof, isn’t that so?

I carry the travel phone on me, in order to shoot some pictures which are put on the „status“ of whatsApp at the end of the day. The image resolution is not so good, but fulfilling its task. Andy is wearing the camera with the excellent zoom on his belt, all time ready to be used. People knowing me are aware that my hands are not so calm and steady, therefore the arrangement of the camera is correct.

Andy takes often fantastic photos, for instance the bald eagle in a former blog.

Meanwhile we have seen many bald eagles. But we haven’t seen a „moose“ yet. Over and over we are warned, be aware of the moose, while driving or hiking in the woods. It seems we are not on the road at the right time. Meanwhile we respond to the warners, that this is an urban legend, because we haven’t seen nor filmed any yet. Laughter and we are in the midst of a conversation with the residents who are very open and friendly towards tourists.


Often we discover animals, while we walk. the trails are narrow and we have to stay behind each other. Therefore we don’t talk so much while we hike. One of our hikes (La Manche Park, south of St. John’s, Avalon Peninsula) led us through the forest to the sea. As announced, there was a hanging bridge crossing the bay. Monika is not very fond of swinging bridges above an abyss and she would have liked to turn around. But Andy headed on and then stood still in the middle of the bridge taking out the camera. What does he see, I asked myself and overcame my fear of heights. There I saw two fur seals lying on a rock beneath the waterfall crushing into the sea. The female looked at us, the bull, being a pasha, didn’t care at all. Seeing these two and the scene I was really happy to overcome my fear. This image will stay in my head forever.




St. John’s, New Foundland’s Hauptstadt

Die Auto-und Passagierfähre von Sydney, Nova Scotia, überquert in 6-8 Stunden (je nach Wellengang) die Capot Strait nach Port aux Basque, New Foundland. Von da sind es 902 Km nach St. John’s. Es gibt den TCH 1, den Trans Canada Highway, und auf diesem einzigen Weg sind wir in 4 Tagen nach Osten zur Hauptstadt gefahren. Grössere Abstecher auf die Peninsulas haben wir auf dem Weg nach Westen gemacht.


St. John’s Down Town Ära ist farbenfroh. Verschieden farbige Häuser säumen ganze Strassenzüge. Die Altstadt ist z.T. gut erhalten. Im Sommer soll die Hölle los sein. Denn es gibt viele Pubs mit Live Musik. Anfangs Mai ist halt noch wenig los, sprich Vieles ist noch zu, und die Stadt kam uns nicht so lebhaft vor.

St. John’s wurde schon 1497 gegründet, als der Eroberer John Cabot in den natürlichen Hafen segelte und das Gebiet als zu England gehörend erklärte. Später kamen auch Franzosen und Holländer, die Stadt wurde heftig umkämpft. Auch Spanier und Portugiesen lebten hier, aber die Engländer hatten den grössten Einfluss und die Stadt ist Englisch geprägt.

Als Sehenswürdigkeit gelten die verschiedenen Kirchen, Regierungsgebäude und das Museum „Rooms“. Auf dieses sind die St. John’ser sehr stolz. Zu Recht, auch wenn der Bau für unseren Geschmack zu gewaltig ist und sich nicht recht in die Altstadt einfügt. Die Architektur manifestiert die Wichtigkeit der guten (!) Ausstellungen nach aussen.


Auf dem Signal Hill hat man eine fantastische Aussicht über St. John’s und die Hafeneinfahrt. Kein Wunder wurden die Eindringlinge von dort oben unter Beschuss genommen.

Ein Name hat es uns angetan: Quidi Vidi Lake und Village. An einem wunderschönen Tag haben wir den See zu Fuss umrundet (darauf finden Ruderregatten statt) und dabei auch das alte Fischerdorf angesehen. Cape Spears mit dem Leuchtturm ist auch einen Ausflug wert. Wir fuhren bei schlechtestem Wetter noch nordwärts zum Cape Francis und dann bei Sonnenschein südwärts nach Ferryland. Unterwegs in Witles Bay traffen wir Richard & Rosmarie. Wir kamen ins Gespräch. Das Ergebnis darauf folgend war, dass Richard uns zu seinem Freund Pat führte, bei dem wir unseren Wassertank im Garten auffüllen konnten. Herzlichen Dank dafür



Es gäbe noch so viel zu sehen aber dafür müssten wir hunderte zusätzliche Kilometer zurücklegen. Oft führt die selbe Strasse hin und zurück und das ergibt schnell mal 200 Km nur damit man von A nach B und zurück kommt. New Foundland ist riesig und der Diesel Preis extrem hoch, und er steigt weiter an.



There is only 1 Highway, TCH1, from Port aux Basque, where the ferry from Nova Scotia arrives, to St. John’s on the Eastern side of the huge land. We drove the 902 km in 4 days. On our way back to the west, we took time to go to some of the peninsulas.

St. John’s is known to be very lively in summer time, because it has a lot of pubs with live music. The down town area has many colorful houses and is in good condition. It comes across to be very English. The town was conquered by John Cabot in 1497 and put under the English crown. French, Dutch, Spanish and Portuguese sailors and settlers also left their influence.

Worth visiting are churches, government house, the museum „rooms“, Signal Hill (fantastic view) and Quidi Vidi lake and village.

We also went to Cape Spears with it’s lighthouse and in truly bad weather up north to Cape Francis and 2 days later in sunshine south to Ferryland. On the way in Witless Bay we met Richard & Rosmarie. They helped us to fill up our watertank by guiding us to their friend Pat who allowed us to use his garden hoase. Thank you Richard & Rosemarie


There would be so much more to see. But the distances are immense just to go from A to B and the same way back again. The diesel price is extremely high and it seems to rise and rise.


St.John's: Bunte Häuser in der Down Town Area


St.John's: So steile Strassen wie San Franzisco - sagt Monika


St.John's: Sicht vom Signal Hill auf den super geschützten Hafen, der eine richtig grosse Rolle in den beiden Weltkriegen spielte


St.John's Quartier Quidi Vidi


Giovanni Caboto der als Italiener im Sold der englischen Krone als erster in Newfoundland auf der Bonavista Peninsula anlandete. Heutzutage heisst er John Cabot




Trinity: Perle an der Ostküste der Bonavista Peninsula




Schwimmende Eisberge

Wir haben uns darauf gefreut, schwimmende Eisberge zu sehen. Obwohl wir Gletschereis von unseren Alpen kennen, ist so ein, mit der Meeresströmung getriebener Eisberg, noch einmal etwas Anderes. Man muss sich das vorstellen, der Koloss kommt aus der Arktis oder Grönland und das Eis ist Jahrtausende alt. Mit der Klimaerwärmung werden sicher immer mehr dieser Massen Eis abrechen und schmelzen. Der Faszination tut das momentan keinen Abbruch.

Den Ersten Brocken sahen wir in einer Bucht auf der Bonavista Peninsula. Wir gerieten „aus dem Häuschen“. Wie wir später feststellten, ist dies nicht nur den Touristen vorbehalten, sondern das Eisberg Fieber grassiert auch unter den Einheimischen. Dies merkten wir in Twilingate, dem Dorf, das auch „Iceberg Alley“ genannt wird. Dort schienen alle enttäuscht zu sein, dass kein Eisberg in Sicht war. Am Tag unserer Abreise erfuhren wir von aufgeregten Bewohnern dass wir unbedingt nach Little Harbour fahren müssen. Dort sei ein riesiger Eisberg gestrandet. Das war nicht weit weg und eh auf unserem Weg. Wir trafen auf viele Anwohner, die den langen Hike auf sich nahmen, um den Giganten in der Bucht von den Klippen von oben herab zu bestaunen. Er war schon am auseinander brechen, da er auf den Felsen festsass. Wer weiss, vielleicht konnte die Flut ihn später wieder befreien. Sowieso, ein Eisberg kann die Form stündlich ändern und sich auch drehen.



Swimming icebergs

We were looking forward to see icebergs. In Twillinggate, also named „iceberg alley“, we seemed to be at the wrong time. But because all the inhabitants are still nuts about the iceberg season, we got to know, where we have to go to. Not far, in Little Harbor, a few bays away yet hidden. Once there, we met many people from close and far hiking to the rocks above the bay, the iceberg has stranded on. It was already falling apart, each piece immensely big. Everyone was fascinated and thrilled to bits. Floating by icebergs are seen here every year in spring and Summer, yet we all know, that the climate change has long term effects on the speed of the process.

Man beachte: So sah der Eisberg aus, als wir am Abend unseren schönen Stellplatz erreichten


Am Nachmittag des nächsten Tages so:


Unser zweiter Eisberg in der Nähe von Twillingate




Ureinwohner / First Nations

Beothuk: Tragische Ausrottung von den Ureinwohnern durch die Siedler








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