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  • Andy B.

Nova Scotia

Was wir schon lange wissen und eigentlich schon immer wussten - erfahren wir gerade erneut: Reisen bedeutet eine konstante Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation. Also unsere ist die, dass wir auf Nelson warten, während das Schiff sich im Zuckeltempo nach Westen bewegt. Wir sind nun 10 Tage in Nova Scotia und das Schiff benötigt von Liverpool weitere 7 Tage über den Atlantik bis Halifax.

Um nicht in den „Wartemodus“ zu verfallen haben wir uns entschlossen, diese Tage als Ferien zu deklarieren. Lange mussten wir nachdenken, wann es für uns das letzte Mal war, dass wir auf diese Art gereist sind, also mit einem Mietauto und Motel/Hotel Übernachtung: wir sind auf das Jahr 1993 gekommen. Nach leichten anfänglichen Mühen wieder in diese Reiseform zu finden, machten wir dennoch viele tolle, schöne und auch sehr eindrückliche Erfahrungen.



Und wirklich beeindruckend ist dieses Naturschauspiel:

Die Bay of Fundy weisst den weltweit höchsten Tidenhub aus – bis zu 16m Differenz zwischen Ebbe und Flut.


Am Ende der Bay fliesst ein Fluss in das Meer. Zwei mal täglich aber fliesst der Fluss bergaufwärts - und das in einem rasenden Tempo von schätzungsweise 4m/sek. Am Standort an dem dieser kurze Videoclip entstand, sind wir 6.5km vom Ende der Bay Landeinwärts.


Nach knappen 30Minuten sieht das dann so aus:

Nach weiteren 45 Minten fliesst das Wasser wiederum langsam ab weil die Ebbe beginnt und der Fluss seine richtige Fliessrichtung wieder zurückbekommt. Dieses Schauspiel findet täglich 2x statt - bei jedem Wetter. Bei Neumond und Vollmond sind die Fluten jeweils höher und heissen Springflut. Somit muss das Spektakel auch hier noch eindrucksvoller sein.






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